Ein Überblick

 Was ist Meditation:

In allen Weisheitstradition dient Meditation als Mittel der Selbsterforschung.

Zur Bewusstseinsentfaltung, in der das Selbst als eins mit dem über-individuellen Einen, dem Kosmos, Universum, Gott erfahren wird.

Durch regelmäßiges Üben versteht Meditation sich als eingebettet in eine nachhaltig ausgerichtete Lebensführung. Intendiert ist die Kultivierung eines spezifischen Bewusstseinszustandes zur Aufrechterhaltung von Werten und Qualitäten.

Essentielle Merkmale/ Kriterien für Meditation

 

› Definierte Technik

› Selbstinduzierte Wirkung, auch ohne Lehrer möglich

› Psycho – physische Entspannung

› Fokussierung auf einen Anker

› Veränderte Bewusstseinszustände, mystische Erfahrungen, Beenden von Denkprozessen, Erleuchtung

› Einbettung in einen religiösen, spirituellen, philosophischen Kontext

› Erfahrung geistiger Stille

Forschungsaktivitäten

Beginn in den 70ern: Transzendentale Meditation nach Maharishi. Boom seit 2000: u. a. durch Dialoge des Dalai Lama mit westlichen Wissenschaftlern am Mind & Life Institut. Psychotherapeutische Verfahren, die Achtsamkeitspraxis enthalten. Achtsamkeit als Trendthema. Weiterentwicklung von MBSR-Programmen seit 1980 (Stressbewältigung durch Achtsamkeit).

 

Auswirkungen auf Entspannungsfähigkeit, Regulation und Stressbewältigung

Nach Teilnahme an 8-wöchigem Programm „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ (Mindfulness-based stress reduction – MBSR)“

› Abnahme von Angst und Grübeln

› Zunahme von Selbst-Fürsorge und Mitgefühl

Wissenschaftliche Untersuchungen zu Positiven Auswirkungen der Praxis bei folgenden Erkrankungen

 

› Umgang mit chronischen Schmerzen: Kopfschmerzen, Fibromyalgie

› Diabetes

› Hauterkrankungen

› Herzerkrankungen

› Krebs

› Immunschwäche

› AIDS

› Essstörungen

› Tinnitus

› Arthritis

› Durch Förderung von Selbstverantwortung, eine wohlwollende Haltung, Wertschätzung; Mitgefühl und das Vertrauen, selbst Einfluss nehmen zu können

Auswirkungen auf Aktivität und Struktur im Gehirn

 

Messungen im EEG:

› Präsenz und das Antworten auf Ansprache

› Entspannte Wachheit

› Stabilere Konzentration

 

Messungen im MRT:

nach 8 Wochen TN an Achtsamkeitskurs/ MBSR:

› Neubildung von Nervenzellen

› weniger Aktivität im Mandelkern (Amygdala) „Angstzentrum“ und (Hippocampus) „Stresszentrum“

› Verbesserte bzw. achtsamere Wahrnehmung von Körperempfindungen

› Verbesserte Stressbewältigung und Entspannung

› Erhöhte Ausschüttung von Neurotransmittern: Dopamin, Serotonin, Endorphinen (Wohlfühl-Botenstoffen von Nervenzellen), die entspannen sowie die Lebensdauer steigern

› Aktivierung von Gefühlen der Freude, Präsenz, Verbundenheit

› Bessere Gefühlsregulation

› Verbesserte Aufmerksamkeitsregulation und Bewegungssteuerung

› Regulation und Harmonisierung von Atmung und Herz-Kreislaufsystem durch tiefes, regelmäßiges Atmen

› Beruhigung

epigenetische Veränderungen durch Yoga, Meditation und Mitgefühl im Immunsystem:

 

› Reduzierung von Entzündungsprozessen

› Abnahme von metastasierungsfördernden Genen

› mehr Schutz vor oxidativem Stress

 

Gesundheit und Lebenserwartungsdauer

Das Enzym Telomerase hat Einfluss auf die Telomerlänge und ist mit Gesundheit und Mortalität verbunden. Achtsamkeitsmeditation führt zu erhöhter Telomerase-aktivität und dem Wachstum der  Telomerenden in den Zellen.

(Telomere = Enden der Chromosomen, sozusagen ihre Schutzkappen)

Auswirkungen auf emotionale Regulationsfähigkeit

› Neuerlernen der Reaktion und des Umgangs mit unangenehmen Erfahrungen: Abbau von automatischer und affektiver Reaktion

› Bessere Regulation von Erregung durch Erlernen von Entspannungsfähigkeit, wacher Aufmerksamkeit und achtsamer Wahrnehmung von Innen und Außen, um flexibler, kreativer und bewusster reagieren zu können